Seit der Eröffnung des Friedensmuseums 1998 haben wir viele interessante Ausstellungen gezeigt. Einige sind selbsterarbeitet und lagern nun bei uns im Keller. Viel zu schade und viel zu interessant! Leihen Sie sich einmal eine aus, um sie in eigenen Räumen zu zeigen. In der Regel sind es Bild- und Texttafeln auf ca. 70×100 cm großen Karton.
Nähere Informationen erhalten Sie auf
Anfrage.

mit * gekennzeichnete Ausstellungen stehen als Ausleihe zur Verfügung:

* Palästinensische Kinder und Jugendliche zeichnen ihre Welt (2017)

Bild 23 aKinderbilder aus den Flüchtlingslagern im Libanon machen Fluchtursachen bewusst.
Sie zeigen die Welt der Kinder und ihre Visionen für eine bessere Welt.

Die Ausstellung im Friedensmuseum wurde veranstaltet vom Verein „Flüchtlingskinder im Libanon“ (hierüber ausleihbar) und dem Nürnberger Evangelischen Forum für den Frieden Arbeitskreis Palästina und dem Friedensmuseum Nürnberg e.V.

 

 

 

Auf und Davon (2016) – Ausstellung zu Migration und Flucht

aufunddavontitelDie Ausstellung beleuchtet die menschenrechtliche Perspektive zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte um Flucht und Migration. Neben globalen Zahlen und Fakten zum Thema werden Fluchtursachen und deren Verschränkung mit der europäischen Handels- und Wirtschaftspolitik sowie die Folgen der EU-Abschottungspolitik aufgezeigt. Flüchtlinge schildern ihre Fluchtgründe und die Fluchtwege.

Eine Leihgabe von Mission Eine Welt .

* Frieden hilft – Neue Themen in der Friedensbewegung seit 1990 (2016)

FriedenHilftDie 90er waren eine spannende Umbruchszeit: Der Kalte Krieg war zu Ende, Deutschland vereinigt und fast atomwaffenfrei. Braucht es da noch eine Friedensbewegung? Oder bietet sich gerade jetzt die Chance,
weiterzudenken? Positive Alternativen zu entwickeln für Konfliktlösungen im Kleinen wie im Großen? Menschenrechte und Flüchtlingsschutz als Teil von Friedensarbeit zu begreifen?
Wir zeigen an ausgewählten Beispielen die Suche nach neuen, friedlichen Lösungen, vom Antikriegs-Einsatz auf dem Balkan bis zu Streitschlichterprogrammen in Schulen, vom antirassistischen Telefon bis zum Kirchenasyl. Vieles was damals ganz neu war, ist mittlerweile Alltag geworden.

Die Ausstellung ist eine Eigenproduktion des Friedensmuseums und steht im Kontext, die Geschichte der Friedensbewegung zu dokumentieren.

 

Im Osten nichts Neues – Alte Feindbilder, moderne Propaganda (2015)

ImOstenNichtsNeuesVielen ist das extreme Putin- und Russland-Bashing in Politik und Medien inzwischen zuwider. Auch die ganz offensichtlichen Manipulationen durch gezieltes Weglassen von Wichtigem, durch Hinzufügen von Ablenkendem, durch einseitige Bezeichnungen und falsche Medienbilder fallen auf. Die tendenziöse Berichterstattung zum Ukrainekonflikt und weiteren führt bei immer mehr Menschen zu Skepsis und zu Theorien über das Zustandekommen der Desinformation. Dem kann nur mit Sachlichkeit begegnet werden.

Die Ausstellung zeigt anhand aussagekräftiger Medienbeispiele in verschiedenen Installationen auf, wie Manipulation funktioniert. Sie ist als Kooperation zwischen dem Institut für Medienverantwortung und dem Sprechsaal Berlin entstanden, und wurde erstmalig – und aktualisiert – außerhalb Berlins gezeigt.

Es geht um die Ukraine und Russland. Will das Friedensmuseum in diesem Konflikt „Stellung beziehen“ ? Die Antwort ist Nein und Ja.
Nein, keinesfalls wollen wir die Position der Kriegstreiber auf allen Seiten teilen. Sie haben richtig gelesen, auf allen Seiten sehen wir Kriegstreiber. Und Ja, wir wollen uns engagieren, wir ergreifen Partei für die zahllosen Opfer des gewalttätigen Konflikts, indem wir uns für nichtmilitärische, gewaltfreie Konfliktbearbeitung einsetzen. Dies bedeutet, dass wir uns dagegen wehren, dass „unser“ Land, „unsere“ EU sich hier eskalierend und konfliktverschärfend betätigen. Denn wir sind Bürger einer Demokratie, und das bedeutet nicht nur, in gewissen Zeitintervallen Wählen zu gehen, sondern das meint auch, dass wir anteilig Verantwortung für die Politik dieser unserer Gemeinschaft haben. Man sagt, „die Wahrheit sei das erste Opfer des Krieges“. Das ist insofern falsch, als einseitige, verzerrende, manchmal auch falsche Information der Öffentlichkeit schon vor dem Krieg notwendig sind, um die Bereitschaft der Menschen zur mentalen Konfrontation und letztlich bis zur militärischen Gewaltausübung zu forcieren. Es ist nicht schwer, bei fremden Konflikten zu sehen, wie die kriegführenden Machthaber Feindbilder mobilisieren und mittels Propaganda die Bereitschaft ihrer Bevölkerung für den Krieg stützen. Aber wir leben in einer Demokratie mit Pressefreiheit. Da haben die Medien die verantwortungsvolle Aufgabe, uns präzise, zuverlässig und objektiv zu informieren.
Wir sind dem Institut für Medienverantwortung (Erlangen) und dem Sprechsaal Berlin dankbar für die Zusammenstellung dieser Ausstellung. Hier wird die Berichterstattung über den laufenden Ukraine-Konflikt auf den Prüfstand gestellt: Feindbilder? Propaganda? Elemente von Propaganda? Das erfordert eine differenzierte Analyse, und es können hier nur einige Beispiele präsentiert werden. Hier wird Ihnen, den Ausstellungsbesuchern, viel Lese-Arbeit abverlangt. Es sind viele Abdrucke aus den anerkannt meinungsbildenden Medien Deutschlands. Und wir konnten die Artikel nicht kräftig kürzen, ohne uns dem Vorwurf auszusetzen, es zu machen wie die „Propagandisten“. Sie sollen sich selbst Ihr Urteil bilden können. Letztlich geht es uns auch nicht nur um die dargestellten Beispiele, wo wir finden, dass „unsere Medien“ mangelhaft oder unausgewogen berichtet haben. Sondern wir wollen Ihnen helfen, solche Dinge zu erkennen, damit Sie die in der immer aktuellen Informationsflut selbst unterscheiden können: was ist objektive Information? wo soll ich beeinflußt werden?
Und diese persönliche Entscheidung ist wiederum die Voraussetzung dafür, als friedensbewegter Bürger sagen zu können:
nein, diesen Krieg will ich nicht !

Klasse – Junge Kunst gegen Krieg und Gewalt (2015)

2015-Junge_KunstDie Melibokusschule ist eine integrierte Gesamtschule in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt. Vor kurzem wurde die Straße, an der die Schule liegt, umbenannt von „Bahnhofstr.“ in Benno-Elkan-Allee, da dieser Künstler längere Zeit am Ort gelebt hatte.

Diese Umbenennung war Anlass für den Kunsterzieher Stefan Boss, Elkans Werk der Klasse 9c vorzustellen. Elkan ist wie viele KünsterInnen seiner Generation vom 1. Weltkrieg geprägt. Die Klasse konnte sein Werk vergleichen mit dem von Künstlern der klassischen Moderne wie Käthe Kollwitz, Karl Schmidt-Rotluff und anderen. Dabei kamen sie mit dem Holzschnitt als künstlerischem Ausdrucksmittel in Berührung. Aus dieser Begegnung entstand die Aufgabe, eine Aussage zu Krieg und Gewalt mit den Mitteln des Linoldrucks zu fertigen. Zur „Bildfindung“ bedienten sich die Jugendlichen der Internetrecherche. Ausdrucksstarke Bilder wurden kopiert, verfremdet und in Linolschnitt umgesetzt.

* Stimmen gegen den Krieg – Zeitenwende 1914 (2014)

2014-StimmenGegenDenKrieg1914vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg – und die Medien sind voll mit Erinnerungen an die Grausamkeiten dieser Zeit. Oft wird der Eindruck erweckt, dass dieser Krieg mit seinen Millionen von Opfern unabwendbar und schicksalshaft, ja geradezu zwangsläufig gewesen sei. Für viele Zeitgenossen mag das so gestimmt haben, denn die sogenannten deutschen Tugenden wie Gehorsam, Disziplin und Pflichterfüllung waren sicher ein sehr fruchtbarer Boden, auf dem Kriegsbegeisterung und Heldenverehrung wachsen konnte.
Aber es gab (und gibt) auch damals die andere Seite, die nicht gehört und wahrgenommen werden sollte. Männer und Frauen in vielen Ländern, aus verschiedenen sozialen Schichten, mit unterschiedlichsten Berufen warnten z.T. schon sehr früh vor der sich abzeichnenden Kriegsgefahr. Diese Stimmen gegen den Krieg wurden mit allen Mitteln von staatlichen Autoritäten unterdrückt und in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht. Sie wurden vertrieben und manchmal auch vernichtet. Das Friedensmuseum will einer Auswahl von diesen Stimmen gegen den Krieg Raum geben, sie sichtbar und hörbar machen – als Ermutigung für uns, gegen den (Kriegs-) Strom zu schwimmen!

* WOW – Wirksam Ohne Waffen (2014)

2014-WoWSind Kriege unvermeidlich? Muss Militär geschickt werden, um „humanitär“ zu intervenieren? Welche Alternativen gibt es? Die vom Friedensmuseum und dem Bund für Soziale Verteidigung erarbeitete Ausstellung zeigt weltweite Beispiele „Gewaltfreier Interventionen“. Unter diesem Begriff verbirgt sich die Idee einer unabhängigen „Dritten Partei“, die hilft, Konflikte ohne Gewalt auszutragen. Es gibt vielfältige Formen gewaltfreien Eingreifens, von der Kriegsvorsorge bis zur Konfliktnachsorge. Sie wurzeln nicht zuletzt in Gandhis Idee einer Friedensarmee („Shanti Sena“), die in der Ausstellung ausführlich dargestellt wird. Gewaltfreie Intervention gibt es auf allen Kontinenten, im eigenen Land wie im Ausland, von Friedensfachkräften wie von Freiwilligen und FriedensaktivistInnen.

Hier ist der Link zu den weiterführenden Informationen

facebook-seite der wow-Ausstellung
Die Ausstellung kann über den Bund für soziale Verteidigung ausgeliehen werden

Der kleine Prinz (2014, Leihgabe)

2014-DerKleinePrinz-PlakatDie Ausstellung besteht aus 20 Lithografien, die den Originalen von 1943 entsprechen.
Die 20 Lithografien zeigen den Kleinen Prinzen auf seiner Reise durch das Weltall, seine Begegnungen mit den sehr unterschiedlichen Bewohnern verschiedener Planeten. Wir sehen seine Suche nach einem Freund, die ihn letztlich auf die Erde zu einem gestrandeten Piloten und einen Fuchs führt. Es sind eher Skizzen mit wenig Farbe – die Bilder wirken einfach und schlicht. Sie beschränken sich auf das Wesentliche und lassen Raum für Begegnungen, eigene Gedanken und Erfahrungen. In seinen tieferen Dimensionen ist der Kleine Prinz mit seiner Geschichte und seinen Bildern eine Parabel über Kindheit und Erwachsensein, über Freundschaft und Verantwortung, über Liebe, Krisen, Tod und Hoffnung.

Auch in unserem Friedensengagement geht es letztendlich darum, selbst Verantwortung zu übernehmen für diese Welt, mit all ihren Möglichkeiten, aber auch Krisen und Kriegen. Mit unseren Ideen, unserer Kreativität und Phantasie möchten wir zu einer anderen, besseren Welt beitragen. Dazu brauchen wir nicht zuletzt die Kraft der Hoffnung, in der Begegnung mit anderen Menschen, mit Ihnen zusammen, Leben zu gestalten und Wirklichkeit zu verändern.
Die Ausstellung zeigt Exponate aus der Sammlung Michael-Andreas Wahle

* Frieden braucht Bewegung (2013)

2013-80erDie Friedensbewegung der 80er Jahr

Vor 25 Jahren wurden die atomaren Mittelstrecken-Raketen nach dem INF-Vertrag (1987) verschrottet. Der lange Atem der Friedensbewegung hatte sich ausgezahlt. Was hat zum Erfolg dieser bisher mächtigsten „Basisbewegung“ beigetragen? Welche Aktionsformen wurden entwickelt, sind bis heute Teil der Protestbewegungen? Die Friedensbewegung der 80er beschränkte sich nicht auf die Raketenfrage. Sie umfasste Friedenskultur und Friedenserziehung, internationale Solidarität und die Bewahrung der Schöpfung. Ende der 80er fiel der Eiserne Vorhang. Der Olof-Palme-Friedensmarsch, an dem viele NürnbergerInnen teilnahmen, hatte als blockübergreifende Friedensaktion sicher auch einen Brocken der Mauer abgetragen. Er wird daher besonders herausgestellt. Die Ausstellung ist eine Eigenproduktion des Friedensmuseums Nürnberg. Wir danken den zahlreichen Friedensbewegten, die uns mit ihren Materialien unterstützt haben und zu unserer vielschichtigen multimedialen Ausstellung beigetragen haben!

Alfred Hermann Fried (1864 – 1921) (2012)

2012-AlfredFriedPazifist, Journalist und Schriftsteller, Jude und Freidenker, Sozialist und Freimaurer, Mitarbeiter Bertha von Suttners und Mitbegründer der deutschen Friedensgesellschaft:

A.H. Fried (1864 – 1921, Wien) ist vieles, immer aber ein streitbarer unermüdlicher Kämpfer für Frieden und Völker- und Menschenverständigung. Krieg wird überwindbar und menschlicher Fortschritt hilft, ihn zu überwinden, so seine Grundüberzeugung. Seine Arbeiten inspirieren die Gründung des Völkerbunds wie der UNO. 1911 erhielt er den Friedensnobelpreis. Wegen seiner pazifistischen Haltung wird er im Ersten Weltkrieg als Hochverräter behandelt und emigriert in die Schweiz. Die Nazis werden seine Werke aus den Bibliotheken herausreissen. Lange bleibt er fast vergessen. Erst in den letzten Jahren wird er wieder entdeckt, nicht zuletzt durch die Alfred-Hermann-Fried-Gesellschaft in Wien, deren Ausstellung wir dankbar übernehmen.

Die Beerdigung des Krieges (2012)

2012-MasereelWerke von Frans Masereel – Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Frans-Masereel-Stiftung Saarbrücken

Frans Masereel (1889 – 1972) war ein bedeutender belgischer Graphiker, Zeichner und Maler, der vor allem für seine Holzschnitte bekannt ist. Er vertrat in seiner Kunst einen konsequenten, durchaus optimistischen Humanismus. Als engagierter Pazifist stellte er seit 1915 sein Werk in den Dienst der Antikriegs-und der Arbeiterbewegung. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er Hochschullehrer in Saarbrücken, engagierte sich gegen die Atombewaffung und erhielt 1964 den Kulturpreis des DGB. Wir zeigen Werke aus den verschiedenen Phasen seines bewegten Lebens.
„Masereel ist jedoch mehr als „nur“ ein Künstler gegen den Krieg in der Nachfolge von Goya oder Daumier, bringt sein Gesamtwerk doch immer wieder die Hoffnung auf Ver-nunft, den Sieg des Humanismus und den Triumph der Menschlichkeit zum Ausdruck… Er gehörte „zu den wenigen kraftvollen Schöpfergestalten unserer Zeit, die sich stets erneuern und doch immer dieselben bleiben“ (Romain Rolland), geleitet von der Erkenntnis, dass die objektiven Ursachen für die Ausbeutung und Unterdrückung der Menschen im Kapitalismus liegen.“

* Noble Friedensfrauen verändern die Welt (2012)

2012-NobleFrauenFrauen verändern die Welt – zu dieser Erkenntnis scheint auch endlich das Osloer Nobelpreiskomittee gelangt zu sein. Wie sonst lässt sich erklären, dass 2011 gleich drei Frauen den Friedensnobelpreis verliehen bekamen? Das Friedensmuseum Nürnberg freut sich darüber, dass die Galerie der Nobelpreisträgerinnen auf nunmehr stolze 15 Portraits angewachsen ist. Wir zeigen Ihnen in dieser Ausstellung alle Frauen, die bisher mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden und freuen uns über Ihr Interesse! Sie werden Frauen begegnen, die sehr unterschiedlich sind. Sie alle geben mit ihrem persönlichen Leben und Wirken Antworten auf die Frage: Was kann ich für den Frieden tun? Wie und was kann ich zu friedlichen Veränderungen auf dieser Welt beitragen? Vielleicht geben Ihnen die Preisträgerinnen eine Anregung, sich selbst auf die Suche nach Ihren eigenen Antworten zu begeben. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Unser Marsch ist eine gute Sache – 50 Jahre Ostermarsch in Nürnberg (2011)

2011-50erWoran denken Sie, wenn Sie das Wort „Marsch“ hören: vielleicht an Militär, Bundeswehr in Afghanistan…?
Das Friedensmuseum lädt Sie ein, sich auf einen anderen Marsch – den Ostermarsch – zu begeben. Er begann in Nürnberg vor 50 Jahren. Wie kam es dazu? Warum heißt er Ostermarsch und nicht Oster-Friedensdemo? Was waren die Ziele? Und wie ist das heute: ist der Ostermarsch überhaupt noch aktuell?
Das Friedensmuseum nimmt Sie mit auf eine bunte Reise durch die Nürnberger Friedensgeschichte. Unterwegs informieren Sie Stationen über die Hintergründe der Ostermärsche und ihre Antworten auf das atomare Wettrüsten. An Hörstationen und in Original-Filmausschnitten begegnen Sie Zeitzeugen der ersten Ostermarsch-Stunden. Blättern Sie in der kompletten Sammlung der Ostermarsch-Aufrufe und staunen Sie über die Vielfalt der z.T. selbst gefertigten Ostermarsch-Anstecker. Und werden Sie selbst aktiv für eine atomwaffenfreie Welt: werfen Sie Atomwaffen in den Mülleimer…!

Peace counts. Die Erfolge der Friedensmacher (2010)

2010-PeaceCountsIn den vergangenen Jahren haben Fotografen und Reporter von Peace Counts insgesamt 26 Konflikt-regionen bereist und Menschen aufgestöbert, die über ethnische, religiöse und politische Barrieren verfeindete Lager wieder zusammen bringen. In der Plakatausstellung ist eine Auswahl der besten Fotos zu sehen.

Wir scheuen keine Konflikte (2010)

2010-WirScheuenKeineKonflikteGewalt ohne militärische Mittel eindämmen und die zivilen Kräfte der Gesellschaft dabei stärken, Konflikte friedlich zu regeln. Eine Plakatausstellung Zivilen Friedensdienstes

Echt WAAhnsinn: Widerstand hat Erfolg (2009, Leihgabe)

2009-EchtWaahnsinnIn den 80er Jahren war die „Nachrüstung“ mit Pershing-II und Cruise Missiles das Hauptthema. Ein wichtiger Bestandteil der Bewegung in unserer Region war der Kampf gegen die WAA, die Wiederaufarbeitungsanlage in oberpfälzischen Wackersdorf. Diese Bewegung war lokal gut verwurzelt und sie hatte letztlich Erfolg! 20 Jahre nach dem Aus für die WAA zeigen wir Plakate und andere Materialien von damals, die uns freundlicherweise vom Oberpfälzer Volkskundemuseum Burglengenfeld überlassen wurden. Sie zeigen beispielhaft die große Bandbreite der Aktionen, die Phantasie der Engagierten ebenso wie die Ausdauer und Hartnäckigkeit der überzeugten WAA-Gegner, die anfangs gegen den schier übermächtigen Gegner keine Chance zu haben schienen. Historischen Exponate zeigen wir zusammen mit aktuellen Ausstellungstafeln von heute aktiven Initiativen. Die Ausstellung will motivieren, sich zu engagieren: für eine friedliche, lebenswerte, humane Zukunft.

Hiroshima mahnt (2009, Leihgabe)

In Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Evangelischen Forum für den Frieden zeigte das Friedensmuseum im Haus Eckstein (Nürnberg) eine Plakatausstellung

Bildende Künstler engagieren sich für Frieden (2009, Leihgabe)

2009-KunstImMuseumDie ausgestellten Kunstwerke stammen aus der Sammlung des Vereins Kunst für Frieden. Kernbestand der Sammlung ist ein Teil der historischen Wanderausstellung „Künstler gegen Atomkrieg“ aus den Zeiten der Aufrüstung der BRD in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts, erweitert und ergänzt durch Erwerbungen von Arbeiten der folgenden Jahrzehnte zu Themen wie Ostermärsche, Nachrüstung, heutige Kriege und Konflikte. In der Ausstellung finden sie Werke von bekannten Künstlern wie Fritz Cremer, Waldemar Grzimek, Hanns Kralik, M.M. Prechtl, Marie Marcks, Carlo Schellemann undl von Künstlern, an die man sich heute nicht mehr erinnert, die dennoch beachtliches geleistet haben. Besonders hervorzuheben für die Nürnberger Ausstellung: Drei Grafiken der Nürnberger Künstlerin Dore Meyer-Vax werden gezeigt!

Frieden plakativ (2008, Leihgabe)

2008-FriedenPlakat“Frieden plakativ ist eine Ausstellung mit europäischen Friedensplakaten aus den 80er Jahren. Sie wurden vom “Dokumentationszentrum für internationale Friedensplakate” in Casalecchio/Bologna ausgeliehen und erinnern in einer bunten Vielfalt an die Auseinandersetzung um Krieg und Frieden von damals.

Der gefährliche Schmied (2008, Leihgabe)

2008-gefährlicherSchmiedDas Bild des Schmieds – ein Geschenk der Sowjetunion an die UNO – steht als Symbol für die Vision einer Welt ohne Waffen, oder die Forderung nach weltweiter Abrüstung.
Die vom Martin-Luther-King-Zentrum im sächsischen Werdau erstellte Ausstellung bietet einen Einblick in die oft nicht bekannte Geschichte der unabhängigen Friedensbewegung in der DDR.

Hoffnung für eine bessere Welt (2007)

2007-HoffnungWeltIm Zentrum der Ausstellung stand die „Weltkarte der Gewaltfreiheit“. Die Künstlerin Birgit Berg hat darin 150 Orte und Ereignisse dokumentiert, wo mit gewaltfreien Mitteln Konflikte gelöst oder wichtige Ziele für eine bessere Welt erreicht wurden. Anlass für uns, Gruppen und Initiativen aus dem Raum Nürnberg in einem regionalen “Netz der Hoffnung“ vorzustellen, darunter klassische Friedensinitiativen ebenso wie Umweltgruppen oder Menschen, die sich einsetzen für soziale Rechte, für Völkerverständigung oder gerechten Welthandel.

* FriedensFrauen machen Mut (2006)

2006-FriedensFrauenSo vielfältig wie der Begriff Frieden ist, so breit ist auch das Spektrum konkreter Handlungsansätze. Frauen verschiedenster Herkunft und aus allen Kontinenten zeigten, dass gemeinsames gewaltfreies Handeln auf vielfältige Weise möglich ist und Veränderungen herbeiführen kann. So entsteht eine andere, neue politische, soziale und kulturelle Realität: eine friedlichere Welt ist möglich!
100 Jahre nach der ersten Verleihung des Friedensnobel-preises an eine Frau (Bertha von Suttner, 1905) portraitierten wir 30 “preiswürdige” Frauen, die mit dem “Alternativen Nobelpreis” von Jacob von Uexküll oder dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden. Zum Beispiel Felicia Langer, die für ihre Unterstützung des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses ausgezeichnet wurde. Als Nürnberger Friedensfrau wurde Kuni Schumann-Schwab dargestellt. Sie bekam den Lina-Schneider-Preis.

* Vom Ostermarsch zur Vietnamdemo (2004)

60erDie zweite, selbst erarbeitete, historische Ausstellung dokumentiert die Entwicklung der Nürnberger Friedens- und Protestbewegung in den 60er Jahren. Die ersten Ostermärsche kamen von Aldermaston (einem Atomwaffenstützpunkt bei London) nach Nürnberg (und anderswo). Unter dem Peace-Zeichen fanden sich die verschiedensten Gruppen von Militär- und Atomrüstungsgegnern zu einer gemeinsamen Protestform zusammen. Neben den Notstandsgesetzen wurde der Vietnamkrieg ein Schwerpunkt der Proteste in den 60er Jahren. Die 68er forderten die Aufarbeitung der Nazi-Zeit, und wendeten sich entschieden gegen die neue, rechtsradikale NPD. Für die Ausstellung wurden viele ZeitzeugInnengespräche geführt, die die geschichtlichen Hintergründe persönlich erfahrbar machten.

Kinder in bewaffneten Konflikten (2003)

kinderkriegKinder sind die wehrlosesten Opfer! Die Kriege der Erwachsenen missbrauchen sie als Waffenträger und machen sie so auch zu Tätern. Sie bleiben zurück mit Verletzungen an Leib und Seele. Wir zeigten eine Plakatausstellung der Kinderhilfsorganisation terre des hommes.

Seinen Ort finden (2002, Leihgabe)

2002-SeinenOrtDas Antikriegsmuseum / die Friedensbibliothek der evang. Kirche Brandenburg portraitiert unter diesem Titel Menschen, die in schwierigen Situationen ihr persönlich überzeugendes Handeln gefunden haben. Beispielsweise den in Ostafrika zum Pazifisten gewordenen kaiserlichen Offizier Hans Paasche; den von den Nazis ermordeten österreichischen Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstetter oder Kurt Kretschmann, einen Begründer des Naturschutzes in der DDR.

* Nürnbergerinnen und Nürnberger engagieren sich gegen Krieg und Gewalt in den 50er Jahre (2001)

2001-50erNach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war der Ruf „Nie wieder Krieg“ schnell verhallt. Bundeskanzler Adenauer betrieb die Wiederaufrüstung Deutschlands. Doch es bildete sich eine Friedensbewegung, die schließlich eine bundesweite Volksbefragung organisierte. Die Ausstellung zeigt Protest und Widerstand in Nürnberg in den 50er Jahren.

* Weil wir was zu sagen haben: Kinder in Nürnberg träumen vom Frieden. (2000)

2000-KinderTraumEin Ausstellungsprojekt von und mit Nürnberger Kindern im Alter der 1. – 4. Klasse. In unterschiedlichen Gestaltungsformen zeigen Kinder, wie sie vom Frieden träumen, aber auch die kriegerische Realität nicht vergessen.

* Kinder malen den Krieg und wünschen sich den Frieden. (1999)

1999-KinderMalenBilder von SchülerInnen aus Valjevo/Jugoslawien und Nürnberg. Kinder haben während des Krieges im Kosovo Bilder gemalt um Ihre Eindrücke zu verarbeiten. Andere haben Wünsche für den Frieden festgehalten oder niedergeschrieben. Die Ausstellung will diese Eindrücke wiederspiegeln, aber auch Kinder aufrufen selbst eigene Gedanken zum Thema zu machen und zu malen.

* I Care – ich misch mich ein. (1999)

1999-ICareEine Dokumentation über eine gewaltfreie Konfliktintervention in Pristina/Kosovo im Dezember 1998.
Die Ausstellung entstand aus der Erfahrung der gewaltfreien Einmischung „I Care“, der Reise vom Dezember 1998 nach Prishtina, wo wir die Konfliktparteien kennenlernen und die Gültigkeit der Menschenrechte bekräftigen wollten. Aus dem unmittelbaren persönlichen Eindruck dieses Pulverfasses entstand das Bedürfnis, zu zeigen, was „Kosovo“ 50 Jahre nach der Menschenrechtserklärung bedeutet. Die Ausstellung ist eine Zusammenstellung von Bildern, Fotos, Videoinstallation und Internet, aber auch ein Ort der Begegnung und der Information aus anderen als den „offiziellen“ Quellen. Die Situation im Kosovo soll beleuchtet, die Notwendigkeit einer Mediation/Vermittlung zwischen den beiden Parteien betont sowie die BesucherInnen für die Gewaltfreiheit sensibilisiert werden.

Bertha von Suttner: Die Waffen nieder(1999, Leihgabe)

1999-BvSBertha von Suttners Antikriegsroman „Die Waffen nieder!“ (1889) ist weltweit bekannt. Wer aber weiß noch, dass sie 1892 die Mitbegründerin der Deutschen Friedens-gesellschaft war? Wer kennt ihre visionären Vorschläge zur weltweiten Friedenssicherung und Völkerverständigung, z.B. durch ein Internationales Schiedsgericht? Die Lebensgeschichte dieser Pazifistin und Friedensnobelpreisträgerin (1905) wurde in einer umfangreichen Schau von der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Mörfelden-Walldorf zusammengestellt