Bringt Frieden in diese Welt und in unseren Alltag

Wer an Frieden denkt, denkt auch sofort ans Gegenteil: an Krieg, an Armut, an Todesopfer. Überall auf der Welt gibt es unbegreifliche Gewalt, die fast ohnmächtig macht. Doch auch wenn Wegschauen und Weghören einfacher sind, sollten wir genau Hinsehen und Hinhören und uns mit diesen Meldungen auseinandersetzen. Denn auch hier vor Ort können wir Frieden einfordern – für andere Länder oder für Probleme in Deutschland, in Nürnberg.
Wir können uns täglich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stark machen, zum Beispiel indem wir „doofe Sprüche“ nicht länger ignorieren. Wir können aufhören frauenfeindliche und schwulenfeindliche Witze zu machen. Wir können unsere Kinder ohne typische Rollenklischees erziehen.
Es ist unsere Aufgabe diese Gesellschaft zu formen und es nicht anderen zu überlassen, die mit ihren vermeintlich einfachen, populistischen Lösungen in ihr rechtes Fangnetz locken.

Wir sind dafür verantwortlich, dass sich NeubürgerInnen hier wohlfühlen und Frieden finden, denn für Frieden haben viele ihre Heimatländer verlassen und auf der Flucht ihr Leben riskiert oder gar verloren. Wir müssen unsere Gesellschaft davor bewahren in egoistischen und nationalistischen Parolen Ant worten zu suchen und uns den unbequemen Fragen stellen.
Deswegen ist es wichtig zu laufen, zu schwitzen, Seitenstechen zu haben und außer Atem zu kommen – denn genauso fühlt es sich an für etwas einzustehen. Frieden einzufordern und selbst täglich umzusetzen erfordert Mut und Durchhaltevermögen. Danke an alle, die diesen Mut haben und beim Friedenslauf dabei sind.


Anne Chebu
Autorin und Moderatorin beim Bayrischen Rundfunk