Beiträge, die über den neuesten Stand zu den Atomwaffensperrvertrag berichten. Wolfgang ist hier federführend!

Atomwaffenstandort Büchel: 5 Senioren verurteilt!

Atomwaffenstandort Büchel: 5 Senioren verurteilt!

Heute, am 12.12.2018, wurden 5 Senioren vom Amtsgericht Cochem wegen Hausfriedensbruchs verurteilt. In einer Aktion des gewaltfreien zivilen Ungehorsams hatten sie am 23.7. den Fliegerhorst Büchel betreten und auf der Startbahn musiziert und getanzt – um damit gegen die Übungsflüge der Bundeswehr-Tornados zu protestieren. Täglich wird hier der Abwurf von Atombomben geübt! Unter den 5 gewaltfreien Aktivisten sind mehrere aus der Nürnberger Region.  Das Friedensmuseum Nürnberg erklärt sich solidarisch mit ihrer Aktion. Weitere Details finden Sie in der Presseerklärung: PM Widerständige Alte klagen Atompolitik an . Um Weiterverbreitung wird gebeten!

Friedensaktivisten dringen in atomaren Stützpunkt Büchel ein und fordern die Abrüstung der Atomwaffen!

Im Rahmen der Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt“ wird  am Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel gegen die letzten in Deutschland stationierten 20 US-Atombomben demonstriert. Diese Atomwaffen sollen im Rahmen  der „nuklearen Teilhabe“ – nach Freigabe durch den US-Präsidenten – von Bundeswehr-Piloten mit speziellen Tornado-Flugzeugen auf die Ziele abgeworfen werden!  Das widerspricht eklatant der deutschen Unterschrift unter den Atomwaffen-Sperrvertrag, nach dem Deutschland auf Atomwaffen verzichtet hat. Bei den vielfältigen Proteste in Büchel waren dies Jahr auch verschiedene Gruppen aus Nürnberg vor Ort, zum Beispiel Ärzte von der IPPNW (mit einer Plakette von OB Maly), Diakone aus Rummelsberg, und andere. Immer wieder dringen auch Gruppen von Friedens-Aktivisten in den Fliegerhorst ein, um symbolisch diesen Ort der Kriegsvorbereitung zu befrieden. Hier war bei einer Aktion der Quäker auch eine Teilnehmerin des Friedensmuseums dabei.  PM 23.7. Gelebtes Friedenszeugnis. Quäker besetzen Atomwaffenstützpunkt Die Aktivisten, die diesmal bis zur Startbahn der Atombomber vorgedrungen sind, gefährden nicht den „Landfrieden“ des Fliegerhorsts, wie die Gerichte urteilen, sondern sie weisen auf unübersehbare Weise auf die Gefährlichkeit und Gesetzwidrigkeit der dort befindlichen Waffensysteme hin. Sie wollen ihren persönlichen Beitrag leisten, diese abzurüsten. Denn Atomwaffen sind völkerrechtswidrig, da sie unverhältnismäßig grausam sind, unspezifisch wirken und nicht kontrollierbar sind. Aus diesem Grunde haben 122 Staaten im Juli 2017 in der UN-Vollversammlung den Atomwaffen-Verbotsvertrag beschlossen, mit Unterstützung durch ICAN, die internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen (Friedensnobelpreis). Die Unterzeichner verpflichten sich darin, Atomwaffen weder einzusetzen noch damit zu drohen, sie aber auch nicht zu entwickeln oder herzustellen, zu testen, zu transportieren oder zu lagern. Aktivitäten wie derzeit in Büchel wären eindeutig verboten. Bei der diesjährigen Hiroshima-Gedenkveranstaltung am 6. August ab 21 Uhr auf der Nürnberger Museumsbrücke wird deshalb gefordert, dass Deutschland endlich den Atomwaffen-Verbotsvertrag unterzeichnen und der Bundestag ihn ratifizieren soll.  Hiroshima mahnt!