2. Verhandlungsrunde zum Atomwaffenverbotsvertrag in New York

Endlich! Seit dem 15. Juni läuft die 2. Verhandlungsrunde in New York! Ziel ist ein Nuklearwaffen-Verbotsvertrag, der einerseits – möglichst umfassend – alle Aktivitäten mit Atomwaffen illegal macht und der hinführt zu Abrüstung und Vernichtung der Atomwaffen. Wer verhandelt dort? Es sind über 100 Staaten, mehr als die Hälfte der UN-Mitglieder *). Diese handeln aufgrund eines Beschlusses der UN-Vollversammlung von Dezember 2016, sie hatten sich schon zur 1. Runde im März dieses Jahres getroffen, und danach hatte die Vorsitzende einen Vertragsentwurf als Basis für die weitere Diskussion veröffentlicht. *) Leider wird die Konferenz von den Atomwaffen-Staaten und ihren Anhängern boykottiert! Auch Deutschland ist nicht dabei, entgegen dem Beschluss des Bundestags von 2010, und konträr zur Meinung der großen Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Was ist diesmal anders als bei früheren internationalen Abrüstungsverhandlungen? Es gibt keine Geheimniskrämerei hinter verschlossenen Türen, alle Informationen sind offen und zugänglich, auch interessierte gesellschaftliche Organisationen wie z.B. das Internationale Rote Kreuz oder die Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen (ICAN = International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) sind dabei. Und es gibt einen täglichen Rundbrief nach jedem Verhandlungstag („Nuclear Ban Daily“), verfasst von der weltweiten Frauen-Friedens-Organisation WILPF. Es würde wohl die Kapazität dieses Blogs (oder der Leser) überfordern, wenn ich all diese Informationen und Diskussionen, Stellungnahmen von Staaten und Organisationen hier einfügen wollte. Aber auf Wunsch kann ich vieles zur Verfügung stellen, eine Mail an’s Friedensmuseum genügt! (WN) Eine andere Möglichkeit wäre, den (deutschen) Newsletter der Kampagne anzuschauen, unter:  nuclearban.de