Friedensaktivisten dringen in atomaren Stützpunkt Büchel ein und fordern die Abrüstung der Atomwaffen!

Im Rahmen der Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt“ wird  am Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel gegen die letzten in Deutschland stationierten 20 US-Atombomben demonstriert. Diese Atomwaffen sollen im Rahmen  der „nuklearen Teilhabe“ – nach Freigabe durch den US-Präsidenten – von Bundeswehr-Piloten mit speziellen Tornado-Flugzeugen auf die Ziele abgeworfen werden!  Das widerspricht eklatant der deutschen Unterschrift unter den Atomwaffen-Sperrvertrag, nach dem Deutschland auf Atomwaffen verzichtet hat. Bei den vielfältigen Proteste in Büchel waren dies Jahr auch verschiedene Gruppen aus Nürnberg vor Ort, zum Beispiel Ärzte von der IPPNW (mit einer Plakette von OB Maly), Diakone aus Rummelsberg, und andere. Immer wieder dringen auch Gruppen von Friedens-Aktivisten in den Fliegerhorst ein, um symbolisch diesen Ort der Kriegsvorbereitung zu befrieden. Hier war bei einer Aktion der Quäker auch eine Teilnehmerin des Friedensmuseums dabei.  PM 23.7. Gelebtes Friedenszeugnis. Quäker besetzen Atomwaffenstützpunkt Die Aktivisten, die diesmal bis zur Startbahn der Atombomber vorgedrungen sind, gefährden nicht den „Landfrieden“ des Fliegerhorsts, wie die Gerichte urteilen, sondern sie weisen auf unübersehbare Weise auf die Gefährlichkeit und Gesetzwidrigkeit der dort befindlichen Waffensysteme hin. Sie wollen ihren persönlichen Beitrag leisten, diese abzurüsten. Denn Atomwaffen sind völkerrechtswidrig, da sie unverhältnismäßig grausam sind, unspezifisch wirken und nicht kontrollierbar sind. Aus diesem Grunde haben 122 Staaten im Juli 2017 in der UN-Vollversammlung den Atomwaffen-Verbotsvertrag beschlossen, mit Unterstützung durch ICAN, die internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen (Friedensnobelpreis). Die Unterzeichner verpflichten sich darin, Atomwaffen weder einzusetzen noch damit zu drohen, sie aber auch nicht zu entwickeln oder herzustellen, zu testen, zu transportieren oder zu lagern. Aktivitäten wie derzeit in Büchel wären eindeutig verboten. Bei der diesjährigen Hiroshima-Gedenkveranstaltung am 6. August ab 21 Uhr auf der Nürnberger Museumsbrücke wird deshalb gefordert, dass Deutschland endlich den Atomwaffen-Verbotsvertrag unterzeichnen und der Bundestag ihn ratifizieren soll.  Hiroshima mahnt!

ICAN: Wir sind dabei!

Die „Internationale Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen“ (Friedensnobelpreis), hat das Friedensmuseum Nürnberg als Partnerorganisation akzeptiert.  Wir sind damit einer von derzeit 12 ICAN-Partnern  in Deutschland.  Darauf sind wir stolz! „We are happy to let you know that your request for partnership in the International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) has been approved by ICAN International Steering Group.  ICAN is a campaign in constant growth, and is currently counting more than 400 partner organisations in more than 100 countries around the world.“ Wir werden weiterhin den Wahnsinn der atomaren Rüstung bekämpfen, wie das die deutsche Friedensbewegung seit gut 60 Jahren, seit den 1950er Jahren getan hat.  Die Tatsache der katastrophalen humanitären Auswirkungen jeglichen Einsatzes der Atomwaffen macht es für die Zukunft der Menschheit zwingend notwendig, diese unmenschlichen Waffen zu vernichten.  Deshalb setzen wir uns für die Unterstützung des weltweiten Atomwaffen-Verbots ein, den die UN-Vollversammlung am 7. Juli 2017 beschlossen hat, und fordern von unserer Regierung, endlich diesen Vertrag zu unterzeichnen.  Unterschriftenlisten dazu gibt es im Friedensmuseum!