ICAN: Wir sind dabei!

Die „Internationale Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen“ (Friedensnobelpreis), hat das Friedensmuseum Nürnberg als Partnerorganisation akzeptiert.  Wir sind damit einer von derzeit 12 ICAN-Partnern  in Deutschland.  Darauf sind wir stolz! „We are happy to let you know that your request for partnership in the International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) has been approved by ICAN International Steering Group.  ICAN is a campaign in constant growth, and is currently counting more than 400 partner organisations in more than 100 countries around the world.“ Wir werden weiterhin den Wahnsinn der atomaren Rüstung bekämpfen, wie das die deutsche Friedensbewegung seit gut 60 Jahren, seit den 1950er Jahren getan hat.  Die Tatsache der katastrophalen humanitären Auswirkungen jeglichen Einsatzes der Atomwaffen macht es für die Zukunft der Menschheit zwingend notwendig, diese unmenschlichen Waffen zu vernichten.  Deshalb setzen wir uns für die Unterstützung des weltweiten Atomwaffen-Verbots ein, den die UN-Vollversammlung am 7. Juli 2017 beschlossen hat, und fordern von unserer Regierung, endlich diesen Vertrag zu unterzeichnen.  Unterschriftenlisten dazu gibt es im Friedensmuseum!

Vor 72 Jahren: Erste Resolution der UN – gegen Atomwaffen

Am 24. Januar 1946 wurde die Resolution 1 im Konsens angenommen.  Eine Kommission des Sicherheitsrats sollte sich mit den Problemen der Atomenergie sowie der Abschaffung der Atomwaffen befassen. Das war also damals das wichtigste Thema überhaupt. (Link, siehe dort Abschnitt 5.c) Heute, 72 Jahre später, gibt es 9 Staaten, die über Atomwaffen verfügen – und der Vertrag zur Begrenzung der Ausbreitung dieser Massenvernichtungsmittel ist in Gefahr. Die einen wollen ihre Arsenale „modernisieren“, um sie langfristig zu erhalten, entgegen ihren Verpflichtungen nach dem Atomwaffensperrvertrag. Da scheint es naheliegend, wenn auch nicht zu begrüßen, dass andere Staaten ebenfalls über dies Mittel verfügen wollen. Es wird unbedingt Zeit, dieses erste Ziel der UN umzusetzen. Wir fordern deshalb von der Bundesregierung, den letztes Jahr von der UN-Vollversammlung beschlossenen Atomwaffen-Verbotsvertrag zu unterzeichnen und zu ratifizieren. Für die Vorbereitung dieses Vertrags hatte die internationale Organisation ICAN den Friedensnobelpreis erhalten. 2018 wird auf der Beschluss der UN-Vollversammlung eine „High-Level Conference on Nuclear Disarmament“ stattfinden ( 14. bis 16. Mai) . Ähnliche hochrangige Konferenzen zu den Themen nachhaltige Entwicklung, Klimawandel und Flüchtlinge waren erfolgreich gewesen und haben wegweisende internationale Beschlüsse ermöglicht, z.B. die „Nachhaltigen Entwicklungsziele“. Wir appellieren deshalb an unsere Regierung, an dieser Konferenz teilzunehmen und Vorschläge vorzubereiten, wie die nuklearen Risiken reduziert und die Abrüstung der Atomwaffen vorangebracht werden können.