Sicherheit in Asien – Konflikt, Konkurrenz, Kooperation

Sicherheit in Asien – Konflikt, Konkurrenz, Kooperation

Als die Nordkorea-Krise eskalierte, wurden vielen von uns bewusst, wie wenig sie doch über die verschiedenen asiatischen Regionalmächte und ihre Strategien wussten. Dieses Buch schafft Abhilfe! Es untersucht China, Indien, Indonesien, Japan, Russland. Schwerpunkt, gemäß dem Titel: Sicherheitspolitik, Zusammenarbeit wie Rivalität sowie den Wettlauf um Ressourcen. Die gegenwärtige Aufrüstungsphase wird gründlich beleuchtet. Welche Territorialstreitigkeiten gibt es und warum? Welche Länder werden durch Aufstände destabilisiert? Die Einzelkapitel zeichnen sich durch wissenschaftliche Gründlichkeit, nicht durch flotte Schreibe aus. Dennoch – oder deswegen – sei das Buch allen empfohlen, die mehr über die Hintergründe wissen wollen.    Herausgeber: Hanns Günther Hilpert, Christian Wagner, beide Stiftung Wissenschaft und Politik – Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden September 2016, 236 Seiten ISBN 978-3-8487-3311-8  Preis: 49€

Geschafft! Atomwaffenverbotsvertrag von UNO beschlossen!

Die überwältigende Mehrheit: 122 UNO-Mitglieder haben am 7.7. den Text für ein völkerrechtlich verbindliches Atomwaffenverbots-Abkommen verabschiedet. Dieses verbietet Herstellung, Besitz, und Einsatz von Atomwaffen – aber auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung dieser Massenvernichtungswaffen in anderen Staaten. Das ist ein riesiger Erfolg für die internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen ICAN (englisch: International Campaign for the Abolition of Nuclear Weapons) und für alle, die seit Jahren mit viel Kraft und Engagement für eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen kämpfen. Daher möchten wir allen, die dazu beigetragen haben, sagen: Vielen, vielen Dank! Wie geht es weiter? Am 20. September wird der Verbotsvertrag in Anwesenheit der Außenminister bei der UN-Vollversammlung feierlich zur Unterschrift freigegeben werden. Der Vertrag wird dann nach 90 Tagen in Kraft treten, nachdem mindestens 50 Staaten ihn formell unterzeichnet und ratifiziert haben. Wir wissen natürlich, dass damit nicht automatisch die Atomwaffen abgerüstet werden. Das ist auch nicht das Ziel dieses Vertrags. Wir erinnern uns an den „Humanitären Appell“ (humanitarian pledge), angenommen von Österreich und gut 130 Staaten: 3 Schritte, erst Ächtung, dann Verbot, dann Vernichtung der Atomwaffen. Durch die Aberkennung der Legitimität der Atomwaffen werden diese Massenvernichtungsmittel auf dieselbe Stufe gestellt wie beispielsweise chemische oder biologische Waffen oder Anti-Personenminen und Streumunition. Diejenigen Staaten, die solche inhumanen „Waffen“ weiter produzieren und bereit halten wollen, werden zunehmend auf Widerspruch der Mehrheit der Staaten dieser Welt stoßen, und vor diesem Hintergrund werden sie sich überlegen müssen, ob sie nicht auch besser auf so etwas verzichten. Abrüsten muss jeder Staat selbst, aber vorher muss international Überzeugungsarbeit geleistet werden. Sie finden den verabschiedeten Vertragstext auf unserer Seite, eine leicht lesbare Erläuterung der Artikel des Vertrags auf der Nachrichtenseite www.radio-utopie.de/2017/07/09/der-vertrag-zum-verbot-von-atomwaffen/.